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Wohnungssanierung in Wien

Eine Wohnung zu sanieren heißt, ein Dutzend Arbeitsschritte in die richtige Reihenfolge zu bringen – in einem Haus, in dem andere Menschen wohnen. Hier steht, wie wir dabei vorgehen und was in Wien dazugehört.

Kurz gesagt

Eine Wohnungssanierung in Wien umfasst je nach Umfang Elektrik, Sanitär, Wände, Böden und Malerarbeiten. Entscheidend sind die Reihenfolge der Gewerke, die Abstimmung mit Hausverwaltung oder Eigentümergemeinschaft und – bei Eingriffen in tragende Teile oder Änderungen der Nutzung – die Baupolizei (MA 37). PROFISANIERER führt die Elektrotechnik selbst aus und koordiniert die übrigen Gewerke mit Partnerbetrieben.

01 Für wen

Typische Ausgangslagen

  • Nach dem Kauf: Die Wohnung soll vor dem Einzug erneuert werden – meist Elektrik, Bad und Böden, oft auch Grundrissfragen.
  • Nach einer Erbschaft: Jahrzehntelang unveränderte Wohnungen, bei denen zuerst geklärt werden muss, was erhalten bleiben kann.
  • Zwischen zwei Mietverhältnissen: Vermieter, die eine Wohnung in überschaubarer Zeit wieder vermietbar machen wollen.
  • Als Mieterin oder Mieter: Möglich, aber wesentliche Veränderungen müssen Sie in der Regel vorher dem Vermieter anzeigen. Klären Sie das, bevor Sie ein Angebot einholen.

02 Umfang

Wie viel saniert wird, entscheidet über alles Weitere.

Die Begriffe werden am Markt unterschiedlich verwendet. Wir halten es so – und schreiben ins Angebot, was konkret gemeint ist.

Sanierungsumfang und typische Arbeiten
UmfangTypische ArbeitenBewohnbar währenddessen?
Einzelne BereicheNeue Stromkreise oder Steckdosen, ein Bad, neue Böden in einzelnen Räumen, Malerarbeitenmeist eingeschränkt ja
TeilsanierungMehrere Räume, oft Elektrik der ganzen Wohnung, Bad und Bödenschwierig, je nach Reihenfolge
KomplettsanierungAlle Oberflächen und die gesamte Haustechnik der Wohnung, eventuell Grundrissänderungennein

Was eine Kern- oder Komplettsanierung von einer Renovierung unterscheidet, erklären wir unter Komplett- & Kernsanierung.

03 Reihenfolge

In welcher Reihenfolge die Gewerke arbeiten

Vereinfacht für eine umfassende Sanierung. Je nach Wohnung entfallen Schritte oder überschneiden sich.

  1. Schutz & Rückbau

    Stiegenhaus und Lift schützen, alte Beläge, Fliesen, Leitungen und – falls geplant – Wände entfernen, Schutt fachgerecht entsorgen.

  2. Rohinstallation

    Neue Elektroleitungen, Dosen und Verteiler; parallel Wasser- und Abflussleitungen durch den Installateur. Jetzt werden Positionen festgelegt, die später schwer zu ändern sind.

  3. Wände & Decken

    Schlitze schließen, verputzen, Trockenbau für Vorsatzschalen oder neue Wände, abgehängte Decken.

  4. Estrich & Bad

    Ausgleich oder neuer Estrich mit Trocknungszeit, danach Abdichtung und Fliesen im Bad.

  5. Maler

    Spachteln, schleifen, streichen – erst wenn die groben Arbeiten erledigt sind.

  6. Fertigmontage

    Schalter, Steckdosen, Leuchten, Sanitärobjekte, Türen; danach Bodenbeläge und Sockelleisten.

  7. Prüfung & Übergabe

    Prüfung der Elektroanlage mit Prüfbefund, Reinigung, gemeinsame Begehung, Liste offener Punkte.

04 Wien

Was in einem Wiener Mehrparteienhaus dazugehört

Keine Rechtsberatung, aber die Punkte, die wir bei jeder Besichtigung ansprechen. Ob in Ihrem Fall eine Zustimmung oder Anzeige nötig ist, klären Sie verbindlich mit der Hausverwaltung, der Behörde oder einem befugten Planer.

Hausverwaltung & Eigentümer

Wohnungseigentümer dürfen ihr Objekt auf eigene Kosten ändern; können dabei schutzwürdige Interessen anderer Eigentümer beeinträchtigt werden, braucht es deren Zustimmung (§ 16 Abs. 2 WEG 2002). Das betrifft etwa Eingriffe in allgemeine Teile wie Steigleitungen, Fallstränge oder Mauern.

Baupolizei (MA 37)

Die Bauordnung für Wien unterscheidet bewilligungspflichtige, anzeigepflichtige und bewilligungsfreie Bauvorhaben (§§ 60, 62 und 62a). Eingriffe in tragende Wände oder Änderungen der Widmung gehören nicht zu den Kleinigkeiten – hier vorher abklären.

Strom & Netzbetreiber

Steigleitung und Zählerplatz gehören zum Haus, nicht zur Wohnung. Braucht die sanierte Wohnung mehr Anschlussleistung – etwa für Induktion oder Wärmepumpe –, sind Hausverwaltung und Netzbetreiber (in Wien die Wiener Netze) einzubinden.

Hausordnung & Logistik

Lärmzeiten, Lift, Zufahrt und Schutt: Für Container oder Lagerflächen auf öffentlichem Grund ist in Wien eine Genehmigung nötig. Wir klären das vor Beginn – nicht am ersten Bautag.

05 Dauer

Wie lange eine Wohnungssanierung dauert

Eine verlässliche Dauer nennen wir erst nach der Besichtigung. Sie hängt vor allem ab von:

  • Fläche und Umfang – ein Bad ist ein anderes Projekt als eine ganze Wohnung,
  • Zustand der Bausubstanz, besonders im Altbau,
  • Trocknungszeiten von Estrich und Putz,
  • Lieferzeiten für Fliesen, Sanitärobjekte, Türen und Küche,
  • rechtzeitigen Entscheidungen zur Ausstattung,
  • Zustimmungen von Hausverwaltung oder Behörde.

Komplettsanierungen dauern eher Monate als Wochen. Wir planen einen Puffer ein, weil sich im Bestand manches erst nach dem Rückbau zeigt, und sagen Ihnen früh, wenn sich der Zeitplan verschiebt.

Blick nach oben zwischen Wiener Altbaufassaden mit Mauerwerk, Fenstern und blauem Himmel
Symbolbild: Innenhof zwischen Altbauten nahe der Wollzeile, Wien 1 – kein Projekt von PROFISANIERER. · Foto: Flocci Nivis, Wikimedia Commons, CC BY 4.0, zugeschnitten.

06 Vorbereitung

Was Sie vor der Anfrage zusammentragen können

  • Adresse bzw. Bezirk, Stockwerk, Lift ja oder nein
  • Ungefähre Wohnfläche, wenn vorhanden ein Grundriss oder Nutzwertgutachten
  • Fotos von Sicherungskasten bzw. Verteiler, Bad, Böden und auffälligen Stellen
  • Was erhalten bleiben soll (Parkett, Türen, Fenster, Küche)
  • Gewünschter Zeitraum und ob die Wohnung währenddessen bewohnt ist
  • Kontakt der Hausverwaltung

Nichts davon ist Pflicht für die erste Anfrage – es beschleunigt aber die Besichtigung und das Angebot.

07 Häufige Fragen

Wohnung sanieren lassen in Wien

Muss ich die Hausverwaltung informieren?

Ja, mindestens wegen Lärm, Lift, Stiegenhaus und Schutt. Eine Zustimmung braucht es, wenn allgemeine Teile des Hauses betroffen sind oder andere Eigentümer beeinträchtigt werden können – etwa bei Arbeiten an Steigleitungen, Fallsträngen oder Mauern. Als Mieterin oder Mieter sprechen Sie zuerst mit Ihrem Vermieter.

Brauche ich eine Baubewilligung?

Für das Erneuern von Oberflächen, Elektrik oder Bad in der Regel nicht. Eingriffe in tragende Bauteile oder Änderungen der Widmung können bewilligungs- oder anzeigepflichtig sein. Zuständig ist in Wien die Baupolizei (MA 37); verbindlich klärt das ein befugter Planer oder die Behörde.

Übernehmen Sie auch nur die Elektrik?

Ja. Wenn Sie die übrigen Gewerke selbst beauftragen, stimmen wir unsere Arbeiten mit deren Terminen ab – Rohinstallation vor dem Verputz, Fertigmontage nach dem Maler.

Arbeiten Sie in allen Wiener Bezirken?

Ja. Durch unseren Sitz in Spillern sind wir in den nördlichen Bezirken wie Floridsdorf, Donaustadt und Döbling besonders rasch vor Ort, übernehmen aber Projekte in ganz Wien.

Was kostet eine Wohnungssanierung in Wien?

Das hängt von Umfang, Zustand und Ausstattung ab. Öffentlich genannte Richtwerte und die wichtigsten Kostenfaktoren haben wir auf der Seite Kosten & Förderung zusammengestellt; ein verbindliches Angebot gibt es nach der Besichtigung.

— Erstgespräch

Lieber kurz sprechen, bevor Sie alles aufschreiben?

Hinterlassen Sie Ihre Nummer – wir rufen zurück und klären in ein paar Minuten, ob und wie wir Ihr Vorhaben übernehmen können. Für eine ausführliche Beschreibung gibt es das Projektformular.